Masterthesis "Modellierung von Trassenkorridoren" - 2005

GIS-unterstützte Modellierung von Trassierungskorridoren unter Berücksichtigung des UVP-Gesetzes (Modellierung von Trassierungskorridoren)

 
Zusammenfassung
Die Vorarbeiten für die Realisierung einer linienförmigen Infrastruktureinrichtung erfordern ein flexibles und zeitlich optimiertes Instrument im Zusammenhang mit der Festlegung von Trassierungsräumen um in weiterer Folge die Detailprojektierung zeitlich und räumlich optimiert durchführen zu können. Um so mehr, da die Anforderungen an die Qualität der Unterlagen in den diversen Genehmigungsverfahren sich ständig anpassen. Aufbauend auf ein Digitales Geländemodell als Datengrundlage soll ein Raster-Modell zum Vergleich und Entwicklung verschiedener Trassierungskorridorvarianten von linienförmigen Infrastruktureinrichtungen entwickelt werden, das als Grundlage zur Entscheidungsfindung und der Transparenz für den betroffenen Personenkreis und Vertreter öffentlicher Interessen bei den zahlreichen notwendigen Verfahren dienen soll. Durch die Möglichkeit der Verwendung von Fernerkundungsdaten (Orthophotos, Satellitenbilder, etc.) bietet dieser Lösungsansatz beste Voraussetzungen auch in infrastrukturarmen und unwegsamen Gelände als objektives Instrument erfolgreich eingesetzt werden zu können. Gerade bei internationalen Projektierungen kann dieses System einen entscheidenden Beitrag zur Projektvorbereitung leisten. Das Ziel ist die Berechnung von optimalen Trassierungskorridoren für linienförmige Infrastruktureinrichtungen (Point-to-Point) durch die Kombination von Geoinformationsdaten mit Methoden der räumlichen Analyse, welche in weiterer Folge Basis für eine folgende Detailtrassierung darstellen. In einem ersten Schritt werden die Basisdaten für die Berechnung, vor allem die spezifischen Trassierungskosten in Abhängigkeit der vorliegenden Raumwidmungsklassen (Wald, Landwirtschaftliche Nutzfläche, Verkehrsinfrastruktur, Wohngebiet, etc.), die Hangneigungsklassen im Projektgebiet (abgeleitet aus dem digitalen Geländemodell) und Planungspräferenzen (Festlegung von Sperrgebieten für die Trassierung) in einem digitalen Geoinformationssystem erhoben, in homogene Rasterdatensätze konvertiert und visualisiert. In dieser Phase fließen auch die spezifischen Informationen über absolute Trassierungshindernisse, eine projektspezifische Hangneigungsklassifizierung der Geländeoberfläche im Projektgebiet, Trassenabschnittsvorgaben, sowie behördliche Auflagen ein. In einem zweiten Schritt wird der optimale Trassierungsraum mit räumlichen Analysemethoden, wie „Shortest Path“, „Cost Distance“, „Cost Direction“, Kumulative Kostenoberfläche und Oberflächen-Analyse (Hangneigung, Exposition), welche in einem Standard-GIS wie „ArcGIS 9“ zur Verfügung gestellt werden, berechnet. Den vorher definierten Raumwidmungsklassen, den Trassierungshindernissen, sowie den einzelnen planungsspezifischen Hangneigungsklassen werden unterschiedliche Widerstandswerte zugeordnet. Darauf aufbauend wird ein flächendeckender Trassierungskostenrasterindex für das zu planende Gebiet erstellt, der die Grundlage für die Berechnung des Trassierungskorridors bildet.
 
Gesamte Masterthesis
 
Summary
To find an optimal corridor for the realization of a linear infrastructure, a lot of different data has to be investigated. In this step of preparatory works, a flexible instrument, which is able to spatially optimise the available data, is very helpful in creating a planning concept for the following detailed project planning. Especially since the demands on the quality of the documents in the various licensing procedures adapt continously. The aim of this study is to construct a raster model for comparing and developing different corridor variants of linear infrastructures, based on a digital terrain model. Through the combination of the use of geodata with spatially explicit analysis methods optimised corridors (Point to Point) shall be found. The developed model shall be the basis for the decision-making process and shall also increase the transparency of the found solutions. Through the possibility of the use of remote sensing data (Orthophotos, Satellite photographs etc.), this implementation approach also offers best assumptions in hard accessible areas and also in areas with poor infrastructure. Especially within international projects the present model, which is implemented in a GIS, can generate an decisive contribution in the phase of preparation. In the first step the input data (specific building costs of the corridor; land classification such as forest, agricultural land, traffic-infrastructure, settlements; slope derived from the digital model; cardinal points such as rejection regions) are implemented in a GIS system and converted in homogenous raster data sets. Also special prescriptions by the public authority are integrated in this step. In a second step each input data is assigned with different values of resistance. Based on this a comprehensive index, representing the corridor costs, is established fot the whole project area. The optimal tracing corridor is calculated by the use of spatial analysis methods such as “Shortest path”, "Cost Distance", "Cost Direction", “Cumulative costs surface” and surface analysis (inclination, exposure), made available by a Standard-GIS such as "ArcGIS 9”.

top